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Das Übel, das ich schuf

Begonnen von Alessariel, 27.Februar.2014, 22:12:07

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Alessariel

(dies ist keine Schrift des verehrten Professors Brunisen, aber sie wurde in seiner Bibliothek gefunden)

Das Übel, dass ich schuf
Vom Umgang mit den Agenten gar gräulicher Mächte


Zu Beginn meiner Ausführung soll gesagt sein: Ich bereue, was ich tat! Was immer ich tun werde, wie sehr auch immer meine Seele nach Erlösung streben wird, ich werde nie frei sein von jener Schuld, die ich sehenden Auges auf mich lud. So soll denn diese Schrift kein Versuch sein, mich rein zu waschen, mich als aufrechten Streiter wider allen Bösen darzustellen! Es ist nur das: Das Traktat eines Narren, der sich für klüger hielt als Mächte, die bereits bei Erschaffung von Begriffen wie Klugheit zugegen waren.
Mir bleibt in dieser Welt nun nichts mehr als zu büßen und zu warnen. Die Hoffnung, diese Schrift möge andere vor einer verhängnisvollen Hybris wie der Meinen bewahren, sey fortan mein einziger Trost.


So sei denn an erster Stelle gesagt: Die Seele eines Wesens sey zu sehen als ein Festungswerk. Wenn sie sich aufrecht verteidigt zeigt, fällt es selbst den Dienern dunkler Mächte schwer, sie ohne große Anstrengung zu nehmen. Lässt er den Feind jedoch bereitwillig ein, helfen keine Mauern und keine noch so brave Verteidigung mehr, er sey fortan verloren.
Und wie auch immer die Zitadelle einer Seele fällt, ob durch bereitwillige Übergabe oder nach aufrechtem, aber erfolgloser Verteidigung, nie werden die Spuren der Eroberung ganz getilgt werden können.

So sey den ferner gesagt: Wem die Versprechungen der dunklen Wesenheiten verlockend erscheinen, wer die dargebotenen Früchte dem zweifelsohne gar fyrchterlichen Preis angemessen erachtet, er wird nie wissen können, in welche unbeschreiblichen Gräuel seine Wünsche verdreht werden können, ja müssen, um der Gier des Bösen nach Heimtücke genüge zu tun.
Und selbst wer seine Wünsche fortan erfüllt sieht und wer sich gar als Profiteur des grausigen Handels wähnt... wie, frage ich, wie mag er noch vermögen, den Zustand seines Heils zu beurteilen? Er mag sich noch an seiner Profite ergötzen, während er ohne sein Wissen bereits an der Zerstörung alles Guten und der Verschacherung der Welt an die Götter des Bösen mitwirkt.

Demnach sey Jedem, der sich der Aufmerksamkeit von bösen Wesen ausgesetzt sieht, geraten zu verneinen, was immer dargeboten wird. Wer immer brav und aufrecht bleibt, kann widerstehen. Und sollte der Wille des Bösen ihn dennoch infizieren, kann er zumindest noch hoffen, in den Augen der Götter Gnade zu finden, da er sich nicht bereitwillig hingegeben hat.

Wer aber, ob durch Gutgläubigkeit, Schwäche oder andere Verfehlungen mit der Saat des Bösen bedacht wurde, dem bleibt eine Hoffnung, sich so weit wie irgend möglich zu befreien. Denn jene urtymlichen Mächte, welche so häufig nach den Seelen der Sterblichen streben, sie zwingen, schachern und verführen nicht selbst, sie bedienen sich ihrer Diener, ebenfalls machtvolle Wesen, aber fyrwahr nicht unbezwingbar.

Wer nun also von einer solchen Dienerkreatur heimgesucht wird, er soll versuchen das zu erfahren, was diesem Wesen ernstlich schaden kann: Sein wahrer Name!
Ist dieser kenntlich und weiß man wie er zu nutzen ist, so ist die Kreatur verwundbar. Kann sie mithilfe magischer und ähnlicher Mittel, wie gesegneter Klingen oder den Kräften uralter Wesen und vielleicht auch anderer, mir nicht bekannter Mittel, zwar zeitweylig aus dieser Ebene vertrieben werden, ist doch nur der wahre Name eines solchen Dieners des Bösen fähig, ihn in seiner Existenz zu bedrohen. Um nun diesen Namen zur Waffe zu machen, soll man


(hier bricht der Text leider ab)